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Vergleich

EARMOR, Peltor oder Howard Leight?

Der EARMOR M31 dämpft NRR 22 dB und kostet rund sechzig Euro. Der Peltor ComTac III dämpft NRR 23 dB und beginnt bei etwa dreihundertfünfzig. Ein Dezibel Unterschied, sechsfacher Preis. Das verlangt eine Erklärung.

Die Dämpfungswerte liegen überraschend eng beieinander

Die Fakten nebeneinander. Der Howard Leight Impact Sport, jahrelang die Standard-Einstiegskapsel im Schießsport, liegt bei NRR 22 dB und kostet rund fünfzig Dollar. Der EARMOR M31 liegt ebenfalls bei NRR 22 dB. Der 3M Peltor ComTac III kommt auf NRR 23 dB.

Ein Dezibel ist in der Praxis kaum wahrnehmbar; es liegt innerhalb der Messtoleranz der Prüfmethode selbst. Wer eine Kapsel ausschließlich nach der Dämpfung beurteilt, kauft also in allen drei Fällen ungefähr dasselbe. Dennoch unterscheidet sich der Preis um den Faktor sechs oder mehr. Dieser Unterschied liegt woanders.

Wofür Sie bei Peltor wirklich zahlen

Peltor baut für militärische Ausschreibungen, und das merkt man an den Dingen, die in kein Datenblatt passen. Gehäuse, die einen Sturz auf Beton überstehen, Elektronik, die in extremer Kälte und Hitze geprüft wurde, und eine Fertigungskonstanz, die über Jahre identisch bleibt, weil eine Streitkraft in fünf Jahren dasselbe Teil nachbestellen können muss.

Dazu kommt die Verfeinerung der Signalverarbeitung. Bei teureren Headsets klingt verstärkter Umgebungsschall natürlicher, und der Übergang nach einem Schuss ist weniger abrupt. Tragen Sie eine Kapsel acht Stunden am Tag, ist das der Unterschied zwischen angenehm und ermüdend. Für zwei Stunden am Wochenende merken die meisten kaum etwas.

Wo EARMOR punktet

EARMOR hat eines getan, was der Rest des Budgetsegments unterließ: den militärischen NATO-TP-120-Anschluss an den M32 gebracht. Damit bekommen Sie für achtzig Euro ein Headset, das an Ihrem Funkgerät funktioniert, während etablierte Marken dafür schnell ein Vielfaches verlangen.

Dasselbe gilt für die Helmversionen. Ein M31H oder M32H, der direkt auf ARC-Schienen klickt, kostet unter hundert Euro. Damit wird Ausrüstung, die früher Einheiten mit Beschaffungsbudget vorbehalten war, für ein selbstzahlendes Airsoft-Team erreichbar.

Der Realitätscheck

Es gibt einen Grund, warum die IPSC 2026 zum ersten Mal eine Headset-Marke zum Major Partner ernannte und dafür EARMOR wählte, und warum die Standaufsichten bei World Shoots diese Marke tragen. Für den Wettkampf ist das mehr als genug Headset.

Schleifen Sie eine Kapsel Woche für Woche unter einem Helm durch den Wald, bei Regen, wird der Unterschied in der Bauqualität durchaus relevant. Aber die ehrliche Frage lautet: wie viele Schützen tun das wirklich? Für die allermeisten sind die dreihundert Euro Aufpreis besser in Munition und Standmiete investiert.

Faustregel: Kaufen Sie EARMOR, wenn Sie mit eigenem Geld gute Ausrüstung wollen. Kaufen Sie Peltor, wenn jemand anders zahlt oder Ihr Headset täglichen Profieinsatz überstehen muss.

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